Mittwoch, 29. März 2017

Von kindlicher Neugier

Als Kind wollten wir immer mehr lernen. Fahrrad fahren, laufen, schreiben, es gab sogar mal eine Zeit in der ich lernen wollte, wie man rechnet. Das gab ich aber irgendwann auf.
Die banalsten Dinge wollten erlernt werden. Wir sind in unserer frühen Jugend ständig, ja fast täglich, über uns hinaus gewachsen.
Aber wann hat das aufgehört?
Wann haben wir aufgehört Dinge freiwillig zu lernen?

Ich muss etwas gestehen.
Nämlich, dass ich nicht Inliner fahren kann. Auch Eislaufen kann ich nicht. Von einem Handstand oder einem Radschlag ganz zu schweigen.
Der Grund dafür? Angst.
Die Angst mich zu verletzen.
Die Angst zu versagen.
Die Angst sich zu blamieren.
Die Angst nicht gut zu sein.

Bei so Vielem, nicht nur sportlichen Aktivitäten, steht uns unsere Angst im Weg. Und ich spreche bewusst von uns, denn jeder lässt irgendetwas bleiben, weil er vor irgendetwas Angst hat.
Hast du schon mal etwas machen wollen, dir aber die Angst so sehr im Weg stand, dass du es gelassen hast? Grässliches Gefühl, nicht wahr?
Warum lassen wir das zu? Wir schränken uns so sehr selber ein.

Wir haben die kindliche Neugier verlernt. Wir waren früher nicht unbedingt leichtsinnig, aber wir waren neugierig. Und Neugier besiegte die Angst.
Natürlich versagt man. Das ist die Natur der Sache. Aber wir sollten vor dem Versagen keine Angst mehr haben, sondern sie als eine Aufforderung ansehen, es beim zweiten, dritten, vierten oder hundertsten Mal besser zu machen
So wachsen wir über uns hinaus.

Mein Song zum Text: "

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