Sonntag, 4. Juni 2017

Von einem Post, bei dem mir die Worte für eine Überschrift fehlen

Ja, mir fehlen die Worte. Mal wieder.
Es ist halb 3 in der Nacht und ich bin gerade nach Hause gekommen. Ich war auf einem Geburtstag. Es gab viele Gespräche, es wurde getanzt, gesungen und wir hatten eine schöne Zeit.
Bis eine Frau neben mir sagte: "Ich habe gerade auf dem Handy gesehen, dass wieder ein Anschlag in London verübt wurde."

"Wieder"

Ihre Worte hallen in meinem Kopf, während die Party weiter geht.
Ja, unser Leben geht weiter.
Es gab wieder einen Anschlag. Es scheint zu einem wöchentlichen Ereignis geworden zu sein, welches uns müde macht.
Wir sind nur noch einen kurzen Moment sprachlos, sehen im Fernsehen die Berichte von Augenzeugen, aber wir machen weiter. Vereinzelt ein "'#PrayforLondon".

Man muss sich meine Gedanken so vorstellen: In einer kleinen Ecke irgendwo in meinem Köpfchen sitzt das Gefühl "Angst". Und ab und zu meint dieses Gefühl in meinem Kopf umher zu schleichen. Ich beginne also mich zu sorgen. "Ist ein Trip nach London wirklich das Richtige?", "Soll ich wirklich auf die große Veranstaltung gehen?"...

In London wurden willkürlich Menschen aus aller Welt auf brutale und unmenschliche Weise getötet. Für uns nicht vorzustellen.

Und so nahm ein Abend ein schreckliches Ende. Und damit meine ich nicht meinen Abend.
Sondern den, von hunderten Menschen in London und aller Welt, an die ich nicht aufhören kann zu denken. Die Verletzten, an die Toten, an ihre Familien, Freunde und Bekannten.

Sonntag, 7. Mai 2017

Von der Schönheit in den kleinen Dingen

Manchmal sind es die ganz kleinen Dinge, die besonders viel Schönheit beinhalten können. Gestern habe ich ganz spontan ein paar Schnappschüsse mit meinem Handy (HUAWEI P9) gemacht. Dafür bin ich einfach mal mit offenen Augen durch den Garten gegangen.
Wenn wir mal ganz nah an die Dinge um uns herum ran gehen, dann fällt uns auf, wie faszinierend unsere Welt ist.




Mein Song zum Text: "A million good things" - Zeki Min

Mittwoch, 29. März 2017

Von kindlicher Neugier

Als Kind wollten wir immer mehr lernen. Fahrrad fahren, laufen, schreiben, es gab sogar mal eine Zeit in der ich lernen wollte, wie man rechnet. Das gab ich aber irgendwann auf.
Die banalsten Dinge wollten erlernt werden. Wir sind in unserer frühen Jugend ständig, ja fast täglich, über uns hinaus gewachsen.
Aber wann hat das aufgehört?
Wann haben wir aufgehört Dinge freiwillig zu lernen?

Ich muss etwas gestehen.
Nämlich, dass ich nicht Inliner fahren kann. Auch Eislaufen kann ich nicht. Von einem Handstand oder einem Radschlag ganz zu schweigen.
Der Grund dafür? Angst.
Die Angst mich zu verletzen.
Die Angst zu versagen.
Die Angst sich zu blamieren.
Die Angst nicht gut zu sein.

Bei so Vielem, nicht nur sportlichen Aktivitäten, steht uns unsere Angst im Weg. Und ich spreche bewusst von uns, denn jeder lässt irgendetwas bleiben, weil er vor irgendetwas Angst hat.
Hast du schon mal etwas machen wollen, dir aber die Angst so sehr im Weg stand, dass du es gelassen hast? Grässliches Gefühl, nicht wahr?
Warum lassen wir das zu? Wir schränken uns so sehr selber ein.

Wir haben die kindliche Neugier verlernt. Wir waren früher nicht unbedingt leichtsinnig, aber wir waren neugierig. Und Neugier besiegte die Angst.
Natürlich versagt man. Das ist die Natur der Sache. Aber wir sollten vor dem Versagen keine Angst mehr haben, sondern sie als eine Aufforderung ansehen, es beim zweiten, dritten, vierten oder hundertsten Mal besser zu machen
So wachsen wir über uns hinaus.

Mein Song zum Text: "

Dienstag, 28. März 2017

Von meinen Gesprächspartnern

Um klarzustellen: Ich unterhalte mich wirklich gerne mit Menschen, weil man von jedem etwas lernen kann und jeder etwas spannendes zu sagen hat. Jeder!
ABER: Es gibt gewisse "Typen" von Gesprächspartnern die mich abgrundtief nerven.

Der Ich-Erzähler
"Also bei mir ist das so:..."
"Ich hab das so gemacht..."
"Also wenn du mich fragst.."
"Ich hab ja letztens.."
Standard. Der Egoist unter den Gesprächspartnern. Ich erzähle meinem Gegenüber gerade etwas, und er (oder sie) erzählt daraufhin irgendetwas von sich selbst, das aber nur im Geringsten verwandt mit meinem Thema ist. Ja, du bist wirklich irrsinnig interessant.

Der Ja-Sager
Egal was ich sage, es kommt ein "Jaaa finde ich auch!!!"
Du bist ein autonomer und halbwegs freier Mensch: Also bitte verhalte dich auch so und hab eine eigene Meinung!
Es ist schön wenn wir hin und wieder die selben Ansichten haben, aber bitte rede mir nicht ständig nach und gib zu allem dein Ja und Amen.
Ich bin niemand der dir den Kopf abreißt, sobald du mir widersprichst.
Zumindest nicht direkt.

Der Wiederholende
Ja, sicherlich habe ich auch diese Macke. Aber bei dem Ein oder Anderem ist es doch echt ausgeprägt; Manche Leute haben eine Floskel, die sie auf Biegen und Brechen in ihren Satz einbauen, ohne es zu merken.
"Kann man so sagen", "quasi", "eben halt" und "Ich sag'", sind so klassische Beispiele aus meinem Bekanntenkreis.
Irgendwann schaltet mein Kopf aus und fängt an diese Wortwiederholungen zu zählen. In meinem Kopf ist dann zum Ende des Monologs ein "Glückwunsch. Sie haben es geschafft 23 mal "quasi" zu
sagen!".

Der Desinteressierte
Desinteresse. Ugh. Der wohl verhassteste Gesprächspartner von allen. Sei es der konzentrierte Blick auf das Smartphone, welches gerade natürlich nicht warten kann, die Begrüßung Anderer oder das Absuchen der Haarspitzen nach Spliss. Ich rede mit dir! Also hör mir zu und sag vielleicht ab und zu etwas wie "Echt?", "Mhm" oder "Oh..". Das wäre mir alles recht, aber bitte gib mir nicht das Gefühl, dass ich genau so gut mit einem Stein reden kann.

Mein Song zum Text: "Listen to me" - Wes Mack

Montag, 20. März 2017

Von dem Endgültigen

Heute habe ich das erste Mal das Gefühl erleben müssen, dass Dinge ihr Ende nehmen. Sie sind endgültig. Genau wie wir.

Ich hatte heute meinen letzten Schultag.
Und das mag vielleicht kitschig und vielleicht auch ein bisschen klischeehaft klingen, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Gefühl umgehauen hat.
Eine feste Konstante in meinem Leben, zumindest der vergangenen 12 Jahre, ist morgen nicht mehr da. Ich war mir fünf Tage die Woche sicher, dass ich aufstehen muss, zur Schule gehen muss und Nachmittags wieder da bin.
12 Jahre wusste ich, dass die Schule da ist. Da sind meine Freunde, die mir helfen und denen ich helfe. Da ist auch viel Kram den ich sicherlich nicht vermissen werde, aber auch vieles, nach dem ich mich sehnen werde.

Mein Deutschlehrer ist ein Fan des Begriffes "Reifeprüfung", anstelle von "Abitur". Und heute habe ich ihn verstanden. Ich, und meine Mitschüler, erlebe gerade diese Reifeprüfung. Denn jetzt sind wir auf uns gestellt. Wir müssen zu sehen, wie wir zurecht kommen. Wir werden uns bewerben, wir werden Absagen bekommen, wir werden kämpfen müssen und unser Ding durchziehen.
Das Leben kommt jetzt auf uns zu.
Unsere Reifeprüfung.

Dass Etwas, das jahrelang ein fester Bestandteil meines Lebens war, einfach so weg fällt, ist beeindruckend. Ein anderes Wort fällt mir dafür wahrlich nicht ein. Ich bin beeindruckt. Ehrfürchtig, verängstigt, erwartungsvoll und wehmütig. Das sollte mein inneres Gefühlschaos vielleicht ganz gut beschreiben,


Mein Song zum Text: "Goodbye" - Feder feat. Lyse

Freitag, 6. Januar 2017

Von "ich würde gerne"

Es folgt eine Bestandsaufnahme von 5 Dingen. Was würdest du gerne?


#1 Ich würde gerne so aussehen, wie die Mädchen auf Instagram.
Mit ihren durchtrainierten Bodys, tollen Make-Up und den schönen Haaren. Mit den gesunden Smoothies, weißen Wänden und teuren Uhren. Mit ihrem Fame, ihren Fans, ihren Likes. Aber ich bin das nicht. Ich will mehr können, mehr machen, mehr sein. Ja, ich will mehr trainieren. Aber meine Motivation nimmt nach kurzer Zeit exponentiell ab. Ich bin jemand der schnell Erfolge sehen will. Ehrlich! Nach 10 Sit-Ups bin ich drauf und dran meinen Bauch zu checken. Der Neid, er ist in Jedem von uns..

#2 Ich würde gerne über einen weiteren Wortschatz verfügen.
Ich liebe es zu reden, zu zu hören, zu diskutieren, laut zu denken. Manchmal träume ich von langen, tiefsinnigen Gesprächen, die bis tief in die Nacht andauern, die ich mit Menschen führe, die ich gerade erst kennengelernt habe.

#3 Ich würde gerne mehr Selbstbewusstsein haben
Ich bin nicht schüchtern und oft auch sehr direkt. Aber manchmal wäre ich gerne schlagfertiger, stärker und könnte meine immerwährende Nervosität in den Griff kriegen. Manchmal lasse ich mich zu schnell einschüchtern und unterkriegen. Manchmal kommen die Tränen zu schnell.
Ich würde gerne mehr meiner Größe zeigen.

#4 Ich würde gerne meine Lücke finden, in die ich passe
Momentan bin ich mehr so in einer Findungsphase, doch ich habe keine Lust mehr nur noch "auf dem Weg" zu sein. Ankommen wäre jetzt schön. Denn der Weg den ich gehe, der hat noch so manche Stolpersteine und Engpässe auf Lager, die ich lieber umgehen würde. Ich wäre so gerne an dem Ort zu dem mich dieser Weg hinführt.

#5 Ich würde gerne gewisse Dinge verwirklichen, die in meinem Kopf spuken.
Ich habe so unglaublich viele Träume und Ideen, aber sie scheitern viel zu oft wegen unterschiedlichen Gründen.
Ich male mir so viele unfassbar spannende Dinge aus, die ich erleben will und von denen ich lernen will, verwirkliche sie aber nicht, weil sie entweder auf lange (und finanzielle) Sicht nicht sicher genug sind, oder ich Angst vor den Reaktionen von meinen Mitmenschen habe.


Sonntag, 1. Januar 2017

Von Träumen, die wir jagen #dingediewirimLebentunsollten

Jeder Mensch entwickelt in seinem Leben Wünsche. Mit fünf Jahren sind es Wünsche wie Urlaub auf dem Mars zu machen, später dann in einem Schloss leben oder Wünsche nach dem Motto:"Wenn ich groß bin will ich zwölf Hunde haben."

Ich finde, wir sollten auch heute noch Wünsche, Träume und Ziele haben. Ziele, die wir tatsächlich erreichen wollen. Wünsche, weil sie voll von Hoffnung sind. Träume, weil wir auch mal rumspinnen sollen. Und genau aus diesen Gründen habe ich eine "Lebens-To-Do-List" erstelllt. Der Name klingt doof, aber mir ist nichts Besseres eingefallen. Eigentlich passt es nämlich nicht so. Ich würde gerne die Punkte dieser Liste erleben, aber es ist kein bloßes Abhandeln. Aber eben ein Träumen.
Die Reihenfolge ist nicht nach Wichtigkeit sortiert.
Denn ich lasse Punkte in der Liste, die ich schon abhaken konnte, das gibt mir ein gutes Gefühl.


Hier also meine Liste:

1. Mit Delfinen schwimmen.
2. Nach Hawaii reisen
3. Bei einem Flashmob dabei sein
4. Einem bedürftigen Menschen eine Freude machen
5. Einen Vulkan sehen
6. Eine Woche vegan leben
7. Einen Preis gewinnen
8. Eine Flashenpost verschicken
9. Um Mitternach am Strand sitzen
10. Abitur bestehen
11. Geld verdienen
12. Ein YouTube-Video hochladen
13. Unter freiem Himmel schlafen
14. Elefanten in der freien Natur sehen
15. Meine Berufung finden
16. Über was auch immer mir in den Kopf kommt zu bloggen
17. Eine Husky-Schlittenfahrt mitmachen
18. Im Fitness-Studio anmelden und auch hingehen
19. Die Polarlichter sehen
20. Jede Woche ein Selfie machen und in 10 Jahren einen Film damit machen
21. Blut spenden
22. Surfen lernen
23. In einem fernen Land freiwilligen Arbeit leisten
24. Nachts nackt baden gehen
25. Segeln
26. Fast Fremden ein ernstgemeintes Kompliment machen
27. Die Liebe des Lebens finden
28. Asien bereisen
29. Sich halsüberkopf verlieben
30. Eine Rede halten
31. Für eine gute Sache demonstrieren
32. In eine eigene Wohnung ziehen und die ganz alleine einrichten
33. Einen Baum pflanzen
34. Fotos in einer Fotokabine aufnehmen
35. Einen Heißluftballon/Helikopterflug machen
36. San Francisco besuchen
37. Einen typischen Klassiker lesen
38. Fallschirmspringen
39. Ein Fotoshooting machen
40. Bei einem Gewinnspiel gewinnen. Egal was
41. Sushi essen
42. Eine Freundschaft haben, die länger als 8 Jahre anhält
43. Eine Nacht lang Netflixmarathon von Grey's Anatomy
44. Menschen ehrlich sagen, wie ich sie finde
45. Australien bereisen
46. "Ich liebe dich" sagen und auch so meinen
47. Einen Film drehen
48. In ein Taxi setzen und sagen "Folgen sie dem Wagen!"
49. Nach New York reisen
50. Mit einem Rucksack reisen
51. An einer Klippe sitzen, den Wellen lauschen, den Moment leben
52. Indian-Summer in Kanada fotografieren
53. Im Regen tanzen
54. Am Bondi Beach schwimmen
55. Einen Tempel besichtigen
56. In Las Vegas im Casino spielen
57. Verloben und dann die schönste Hochzeit der Welt feiern
58. Disneyland/-world besuchen
59. Meine Haare plötzlich anders schneiden
60. Geld spenden
61. Im Chor singen
62. Einen Star auf der Straße treffen
63. Jemanden so sehr zum Lachen bringen, dass Tränen kommen
64. Einen Ausritt machen
65. Einen Hund haben
66. Einen Selbstverteidigungskurs machen
67. Einen Roadtrip machen
68. Eine Angst überwinden
69. Einen ganze Tag lang "Ja" sagen
70. Alte Mathebücher zerstören
71. Ein Jahr erfolgreich Tagebuch führen
72. 
73. 


2016 war für mich kein gutes Jahr, daher hoffe ich, dass 2017 besser wird.
Ein frohes neues Jahr mit viel Freude und Gesundheit!
Bis Bald



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