Freitag, 6. Januar 2017

Von "ich würde gerne"

Es folgt eine Bestandsaufnahme von 5 Dingen. Was würdest du gerne?


#1 Ich würde gerne so aussehen, wie die Mädchen auf Instagram.
Mit ihren durchtrainierten Bodys, tollen Make-Up und den schönen Haaren. Mit den gesunden Smoothies, weißen Wänden und teuren Uhren. Mit ihrem Fame, ihren Fans, ihren Likes. Aber ich bin das nicht. Ich will mehr können, mehr machen, mehr sein. Ja, ich will mehr trainieren. Aber meine Motivation nimmt nach kurzer Zeit exponentiell ab. Ich bin jemand der schnell Erfolge sehen will. Ehrlich! Nach 10 Sit-Ups bin ich drauf und dran meinen Bauch zu checken.

#2 Ich würde gerne über einen weiteren Wortschatz verfügen.
Ich liebe es zu reden, zu zu hören, zu diskutieren, laut zu denken. Manchmal träume ich von langen, tiefsinnigen Gesprächen, die bis tief in die Nacht andauern, die ich mit Menschen führe, die ich gerade erst kennengelernt habe.

#3 Ich würde gerne mehr Selbstbewusstsein haben
Ich bin nicht schüchtern und oft auch sehr direkt. Aber manchmal wäre ich gerne schlagfertiger, stärker und könnte meine immerwährende Nervositöt in den Griff kriegen. Manchmal lasse ich mich zu schnell einschüchtern und unterkriegen. Manchmal kommen die Tränen zu schnell.
Ich würde gerne mehr meiner Größe zeigen.

#4 Ich würde gerne meine Lücke finden, in die ich passe
Momentan bin ich mehr so in einer Findungsphase, doch ich habe keine Lust mehr nur noch "auf dem Weg" zu sein. Ankommen wäre jetzt schön. Denn der Weg den ich gehe, der hat noch so manche Stolpersteine und Engpässe auf Lager, die ich lieber umgehen würde. Ich wäre so gerne an dem Ort zu dem mich dieser Weg hinführt.

#5 Ich würde gerne gewisse Dinge verwirklichen, die in meinem Kopf spuken.
Ich habe so unglaublich viele Träume und Ideen, aber sie scheitern viel zu oft wegen unterschiedlichen Gründen.
Ich male mir so viele unfassbar spannende Dinge aus, die ich erleben will und von denen ich lernen will, verwirkliche sie aber nicht, weil sie entweder auf lange (und finanzielle) Sicht nicht sicher genug sind, oder ich Angst vor den Reaktionen von meinen Mitmenschen habe.


Sonntag, 1. Januar 2017

Von Träumen, die wir jagen #dingediewirimLebentunsollten

Jeder Mensch entwickelt in seinem Leben Wünsche. Mit fünf Jahren sind es Wünsche wie Urlaub auf dem Mars zu machen, später dann in einem Schloss leben oder Wünsche nach dem Motto:"Wenn ich groß bin will ich zwölf Hunde haben."

Ich finde, wir sollten auch heute noch Wünsche, Träume und Ziele haben. Ziele, die wir tatsächlich erreichen wollen. Wünsche, weil sie voll von Hoffnung sind. Träume, weil wir auch mal rumspinnen sollen. Und genau aus diesen Gründen habe ich eine "Lebens-To-Do-List" erstelllt. Der Name klingt doof, aber mir ist nichts Besseres eingefallen. Eigentlich passt es nämlich nicht so. Ich würde gerne die Punkte dieser Liste erleben, aber es ist kein bloßes Abhandeln. Aber eben ein Träumen.
Die Reihenfolge ist nicht nach Wichtigkeit sortiert.
Denn ich lasse Punkte in der Liste, die ich schon abhaken konnte, das gibt mir ein gutes Gefühl.


Hier also meine Liste:

1. Mit Delfinen schwimmen.
2. Nach Hawaii reisen
3. Bei einem Flashmob dabei sein
4. Einem bedürftigen Menschen eine Freude machen
5. Einen Vulkan sehen
6. Eine Woche vegan leben
7. Einen Preis gewinnen
8. Eine Flashenpost verschicken
9. Um Mitternach am Strand sitzen
10. Abitur bestehen
11. Geld verdienen
12. Ein YouTube-Video hochladen
13. Unter freiem Himmel schlafen
14. Elefanten in der freien Natur sehen
15. Meine Berufung finden
16. Über was auch immer mir in den Kopf kommt zu bloggen
17. Eine Husky-Schlittenfahrt mitmachen
18. Im Fitness-Studio anmelden und auch hingehen
19. Die Polarlichter sehen
20. Jede Woche ein Selfie machen und in 10 Jahren einen Film damit machen
21. Blut spenden
22. Surfen lernen
23. In einem fernen Land freiwilligen Arbeit leisten
24. Nachts nackt baden gehen
25. Segeln
26. Fast Fremden ein ernstgemeintes Kompliment machen
27. Die Liebe des Lebens finden
28. Asien bereisen
29. Sich halsüberkopf verlieben
30. Eine Rede halten
31. Für eine gute Sache demonstrieren
32. In eine eigene Wohnung ziehen und die ganz alleine einrichten
33. Einen Baum pflanzen
34. Fotos in einer Fotokabine aufnehmen
35. Einen Heißluftballon/Helikopterflug machen
36. San Francisco besuchen
37. Einen typischen Klassiker lesen
38. Fallschirmspringen
39. Ein Fotoshooting machen
40. Bei einem Gewinnspiel gewinnen. Egal was
41. Sushi essen
42. Eine Freundschaft haben, die länger als 8 Jahre anhält
43. Eine Nacht lang Netflixmarathon von Grey's Anatomy
44. Menschen ehrlich sagen, wie ich sie finde
45. Australien bereisen
46. "Ich liebe dich" sagen und auch so meinen
47. Einen Film drehen
48. In ein Taxi setzen und sagen "Folgen sie dem Wagen!"
49. Nach New York reisen
50. Mit einem Rucksack reisen
51. An einer Klippe sitzen, den Wellen lauschen, den Moment leben
52. Indian-Summer in Kanada fotografieren
53. Im Regen tanzen
54. Am Bondi Beach schwimmen
55. Einen Tempel besichtigen
56. In Las Vegas im Casino spielen
57. Verloben und dann die schönste Hochzeit der Welt feiern
58. Disneyland/-world besuchen
59. Meine Haare plötzlich anders schneiden
60. Geld spenden
61. Im Chor singen
62. Einen Star auf der Straße treffen
63. Jemanden so sehr zum Lachen bringen, dass Tränen kommen
64. Einen Ausritt machen
65. Einen Hund haben
66. Einen Selbstverteidigungskurs machen
67. Einen Roadtrip machen
68. Eine Angst überwinden
69. Einen ganze Tag lang "Ja" sagen
70. Alte Mathebücher zerstören
71. Ein Jahr erfolgreich Tagebuch führen
72. 
73. 


2016 war für mich kein gutes Jahr, daher hoffe ich, dass 2017 besser wird.
Ein frohes neues Jahr mit viel Freude und Gesundheit!
Bis Bald



Sonntag, 4. Dezember 2016

Von Fragen die ich mir stelle

Es ist 1:34 Uhr. Die Nacht ist kalt und ich kann nicht schlafen.
Mein Kopf will keine Ruhe geben. Da kreisen so viele Fragen umher, die ich mir eh nicht beantworten kann. Ich will aufhören mir über die Fragen Gedanken zu machen, aber je mehr ich versuche sie zu stoppen, desto mehr tauchen auf.

Wenn ich in die Zukunft sehen könnte, würde ich es tun?
Wie weit ist vorbei?                         Ab wann ist es okay?
        Was ist, wenn ich es nicht schaffe?
Was kommt?         Was geht?         Was bleibt?
          Wer versteht mich, wenn ich es nicht tue?
Würde ich die Zeit zurück drehen wollen?
Kann ich was verändern? Will ich überhaupt etwas verändern?
  Bin ich gut so?        Was ist "gut"?
             Wann bin ich erwachsen? 
     Was bin ich in zwanzig Jahren? Wer bin ich in zwanzig Jahren?
Liebe ich richtig? Lebe ich richtig?
                               Würde ich ewig leben wollen?
Bin ich mutig?       Bin ich stark?     Bin ich wahr?


Mein Song zum Text: "Comes and goes (in waves)" - Greg Laswell

Von meiner Travel-Playlist

Oh je... Was wäre reisen ohne gute Musik?
Ob im Flugzeug, auf langen Autofahrten oder beim Warten am Flughafen, ist Musik einfach die Beste Methode um dem Stimmen-Gewusel zu entfliehen.
Hier also ein paar Lieder, die ich im Flieger nach Kreta (und zurück) rauf und runter gehört habe. Es sind alte Lieder, neue Lieder, ruhige und schnelle Lieder, unbekannte und bekannte Lieder.
Für mich sind es genau die Lieder, die mir Spaß machen zu hören.

1. Passenger - If you go
2. Alex Goot - Bright Lights
3. Elle Skies - Walk with me
4. Coby Grant - I was young
5. James Blunt - Face the sun
6. Mika - My interpretation
7. Of monsters and men - Love Love Love
8. Tim Bendzko - Alles was du wissen musst
9. Molly Smitten-Downes - Children of the universe
10. Whitley - The life I keep
11. Cro - Chillin (MTV unplugged)
12. Leroy Jönsson - Home
13. Tom Rosenthal - Everyone is everyone else
14. Jason Nolan - Angel Grove
15. Kate Miller-Heidke - Ride this feeling
16. James Blunt - Postcards
17. Leroy Jönsson - In her eyes
18. Passenger - When we were young
19.  Whitley - Lost in time
20. Phillip Ditberner
21. Nickelback - Lullaby
22. Mika - Last Party

Mein Song zum Text: Versteht sich von selbst hoffe ich!

Mittwoch, 30. November 2016

Von Kindheitsträumen und dem Traum ein Kind zu sein

Nach diesem furchtbar langem und tiefgründigen Titel, hier meine Gedanken, die mir heute beim Staubsaugen durch den Kopf schossen.
Als ich klein war, wollte ich nicht mehr "süß" sein. "Ich bin nicht süß, ich bin cool.", sagte ich zu meinen Verwandten.
Früher wollte man cool sein. So wie die, aus den höheren Jahrgängen, so wie die Freunde der großen Schwester. Man hat sich dem dann automatisch angepasst, so gut es ging. Ich durfte sogar manchmal mit den Freunden von meiner Schwester spielen; WOW, war das ein gutes Gefühl, auch Eine von "denen" zu sein. (Davon abgesehen, dass ich wahrscheinlich ziemlich lästig war und meine Schwester es mir nur erlaubt hat, damit ich nicht rumheule und petze.)
Aber es war eigentlich ne verdammt coole Zeit, wenn ich an das "Buden-bauen", "Schnitzeljagd-spielen" und "Mein-Barbie-Haus-ist-geiler-als-deins-Problem" denke.

Heute sitze ich acht, mehr oder weniger (aber eher mehr), sinnlose Stunden in stinkenden Klassenrämen, voll mit unmotivierten Schülern und einem unmotiviertem Lehrer, der selbst mit den Gedanken woanders ist, während er versucht uns die kopernikanische Wende oder das Brutverhalten von Sperlingen näher zu bringen. Leben am Limit.
Ich habe währenddessen "Tic-Tac-Toe" und "Haus-vom-Nicolaus" perfektioniert, weiß aber immernoch nicht was Kant mit dieser koperni-dings-bums Wende will.

Dann bin ich irgendwann Zuhause, habe den Mist immernoch nicht verstanden und soll für drei Klausuren gleichzeitig lernen. Und während ich vor einer mehr oder minder interessanten Doku über die Zusammensetzung des Bundestages sitze um zuversuchen Politik zu verstehen, frage ich mich:
"Über was habe ich mich eigentlich damals beschwert?"
Und ja, das klingt total wehleidig:"Ohh die armen, armen Schüler."

Ich sehe in gewissen Dingen des Schulalltages keinen Sinn. Mathe zum Beispiel. Aber das würde zu weit führen.
Mein Deutschlehrer pflegte einmal zu sagen, dass es seine und die der restlichen Mitglieder seines Kollegiums, Aufgabe sei, die Schüler zur Mündigkeit zur bringen. Sie wollen uns mit unserem Abschluss guten Gewissens in die Welt aussetzen, mit dem Gedanken, dass wir super zurecht kommen. Umm.. No.
Ich komme mit meinem fundiertem Halbwissen, was mir die Schule in manchen Fächern bringt so gar nicht weit. In der Schule wird vermeindliche Intelligenz mit Noten abgestempelt und das war es dann.

Und an diesem Tag, also heute, merke ich, dass ich früher, in meiner rosaroten Welt, keine Probleme hatte. Im Gegenteil: Wir sind uns doch gar nicht bewusst wie geil es war, den lieben langen Tag in einem fahrendem Bett umher gefahren zu werden.
Ich will nicht sagen, dass ich jetzt welche hätte, aber ich will sagen, dass früher, einiges besser war als heute.
Und damals wollte man unbedingt in das Jetzt.
Wo ist die Zeit geblieben? War ich die ganze Zeit im Vorspul-Modus?

Und während ich da stand. Staubsaugend und nostalgisch an früher denkend, wünschte ich mir einfach nochmal klein zu sein. Nur für einen Tag lang.

Denn wenn ich jetzt das Angebot bekommen würde, mit fünf Jahren nochmal anzufangen und alles nochmal erleben könnte; Ich würde dankend ablehnen. Denn all die Krisen, die ich schon überwunden habe, lägen dann noch vor mir.
Fakt ist: Wir leben im Jetzt und sollten das in vollen Zügen genießen, denn die Zeit ist rasend schnell verspielt.


Mein Song zum Text: "Everything's Collapsing" - ZEKIMIN
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